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Delta (griech.), Dal (arab.), Daleth (hebr.)

Zahlwert vier, im spirituellen Sinne die Tür zu einer anderen Welt. Während die Zwei, das Beth, ein Haus darstellt, stellt die Verdoppelung der Zwei eine Tür dar. Weinreb (Friedrich Weinreb 1979) interpretiert das so: Wenn des Menschen Welt, das wesentliche Haus, keine Tür besitzt, dann mangelt es seinen Bewohnern an Begegnungen, die ihr Leben wieder…

Dalai Lama

Der höchste → Lama, das geistliche Oberhaupt des → tibetischen Buddhismus. Die Tibeter glauben, dass der Dalai Lama (zurzeit. ist es der 14.) eine Reinkarnation (→ Tulku) der vierarmigen Gottheit Chenresi ist. Wenn er stirbt, gehen die anderen Lamas auf die Suche nach einem neugeborenen Kind, das die erhabene Seele des spirituellen Oberhaupts in sich…

Dämon

Dämon (griech. daimon) Meist gedeutet als böser Geist oder → Teufel. Als Dämonen wurden von den Gnostikern (→ Gnosis) Wesen bezeichnet, die auf einer Mittelstufe zwischen Gott und den Menschen agieren. Plutarch und andere griech. Autoren bezeichnen häufig lokale Naturgottheiten wie Pan als Dämonen, die teils gut, teil böse sind. Daneben gibt es auch →…

Darshan

Darshan (Sk. „Anblick“, „Anschauen“) Bedeutet, einem Heiligen oder → Avatar Ehrerbietung zu erweisen, um durch seinen Anblick Segnung und Heilung zu erfahren. Jede Begegnung mit einem → Guru oder → Heiligen kann als Darshan betrachtet werden.

Darshana

Darshana (Sk.), „Weltanschauung“ Philosophie. Bezeichnung für die sechs Schulen der → indischen Philosophie.

Dattatreya

Dattatreya (Sk.) Gilt der indischen Überlieferung nach als Sadguru, als höchster Lehrer, als göttliche Essenz der Weisheit. Seine Lehren gelten als Grundlage für alle → Heiligen und Schriften aller → Religionen. Den spärlichen indischen Quellen zufolge gilt er sogar als die Quelle des Göttlichen, als sichtbare Form des Wissens. Die Hindu-Mythologie und Ikonografie (→ Ikonen)…

Delphi

Die Visionen des Orakels von Delphi wurden offenbar durch Dämpfe aus dem Erdinneren hervorgerufen. Man vermutete daher eine Quelle mit ethenhaltigen Gasen als Ursache für die → Trance. Amerikanische Wissenschaftler entdeckten denn auch tatsächlich die lang gesuchte Erdspalte unter dem Orakel von Delphi. Bei Griechen und Römern war die Pythia, die Priesterin in Delphi, eine…

Demiurg

Demiurg (griech.): Intelligente Schöpferkraft Im antiken Athen bezeichnete der Begriff „Arbeiter für das Volk“, d.h. den Handwerker und Künstler, der den demos, den Bürgern von Athen, mit den Geräten des Wohlergehens und der Kultur versorgte (→ Griechen). Aristoteles übernahm den Begriff für den „Großen Handwerker“, die Macht, die das Leben auf der Erde erschafft und…

Derwische, freie

Derwische, freie (pers., türk. „Bettler“) Das Wort „Derwisch“ folgt der Idee von den „Armen im Geiste“, was natürlich nicht „dumm“, sondern vielmehr „offen für spirituelle Einsichten“ bedeutet. Die Mehrheit der Sufis und Derwische gehört zu den großen, wohl organisierten und orthodox geprägten Bruderschaften (→ Sufi-Orden). Eine Minderheit, die sich von den Zwängen und der Strenggläubigkeit…

Dharma

Dharma (Sk. „tragen“, „halten“) Umfassender Begriff für das, was unser Wesen ausmacht. Das Dharma des Menschen ist sein „geistiges Muster“. Im → Buddhismus gilt es auch als Grundlage der menschlichen Moral und Ethik, als Ordnung des Universums. Die Lehre Buddhas wird auch als Dharma bezeichnet, weil er dieses „Gesetz“ erkannt und als die Lehre der…

Dhikr

Im → Sufismus gibt es zwei Arten von → Mantras: der Dhikr und das → Wazifa. Dhikr ist eine rhythmische Rezitation, meist mit dem Namen Allahs oder Lobpreisungen Allahs wie la illaha il allah oder bismillah ir rahman ir rahim. Die Beteiligten an der religiösen Versammlung hadra stehen dabei meist im Kreis, in manchen Gruppen…

Die einzelnen Chakras

Wurzelchakra (indisch muladhara): am Perineum und in der Kreuzbeingeflechtregion (direkte Verbindung mit dem Sympathikus), Ausstrahlung auf Nebennierengebiet, Prostata. Es hat die Form eines roten Lotos mit vier Blättern; in der Mitte befindet sich ein Quadrat, Symbol für das → Element Erde, das in sich ein Dreieck mit der Spitze nach unten trägt (Symbol der Yoni,…

Dionysios Areopagita

Von der Philosophiegeschichte nun als Pseudo-Dionysios Areopagita bezeichnet, gilt er als Vater der östlichen wie westlichen → Mystik. Die Arbeit einer Forschungsgruppe hat nachgewiesen, dass die ihm zugeschriebenen Texte nicht auf Dionysios zurückgehen. Lange Zeit wurde der angebliche Verfasser von neuplatonischen Schriften (→ Neuplatoniker), die angeblich im 6. Jh. auftauchten und ihn zum Heiligen der…

Dualismus

Der zoroastrische Dualismus (→ Zoroaster) drang in alle westlichen Glaubenssysteme ein. Es ist der Kampf zwischen den „bösen Kräften“, den Kräften der Finsternis, und den „guten“ Kräften des Lichts. Der Dualismus findet sich auch im chines. Denken von → Yin und Yang. Die Unterscheidung von Geist und Materie – der klassische europäische Dualismus – wurde…

Dürckheim, Karlfried Graf

Dürckheim, Karlfried Graf (1886-1988) Der Schriftsteller und Psychotherapeut hielt sich 1938 bis 1948 in Japan auf und lernte die japan. Geisteskultur kennen. Er machte dabei auch intensive Erfahrungen mit dem → Zen-Buddhismus, u.a. in Form der Kunst des Bogenschießens, der Tee-Zeremonie, von Ikebana und Kalligraphie. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland gründete er 1952 mit seiner…