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Meditation

„Wenn ihr euren Geist in jedem Moment rein haltet, wird euch nichts verwirren“ (Sheng Yen). Meditation ist eine Methode, die zur Erfahrung eines veränderten → Bewusstseinszustandes führt. Die Grundidee ist die Beruhigung des Geistes, sodass der Meditierende in jene spirituelle Dimension gelangt, aus der alles entsteht, den Bereich jenseits des Bewusstseins. Klassisch setzt sich Meditation…

Meditationstechniken nach → Osho

Osho, der sich anfänglich Bhagwan Shree Rajneesh nannte, hat mehrere eigene Formen der Meditation entwickelt. Dynamische Meditation: Sie dauert eine Stunde und hat fünf Phasen: 1. heftiges Ein- und Ausatmen für ca. 15 Minuten, 2. einige Minuten lang Schütteln des ganzen Körpers, 3. Hochspringen mit dem Mantra HUH, 4. im Stehen Erstarren, 5. freies, wildes…

Mi (griech.), Mim (arab.), Mem (hebr.)

Zahlenwert 40, Bedeutung „Wasser“. Die ägyptische Hieroglyphe für M ist eine doppelte Wasserwelle. Wasser ist die Matrix, die Mutter des Lebens. In der hebr. Genesis heißt es: „Und die Elohim schwebten über dem Wasser.“ Der Begriff elohim beginnt mit dem Aleph (e und a sind im hebr. austauschbar) und endet mit dem Mem. Dazwischen ist…

Muktananda, Swami

Muktananda, Swami (1908-1982) Bekannter Lehrer der Shaiva (→ Shiva). Er gehört der alten indischen Tradition des Siddha-Yoga an und war Schüler von Bhagawan Nityananda. Er übte das so genannte shaktipat aus, die direkte Übertragung der Shakti-Kraft auf den Schüler, um bei diesem die → Kundalini-Energie zu wecken. Die Siddha-Meditation ist eine sehr einfache und leichte…

Magie

„Der menschliche Wille wird durch die Tätigkeit entwickelt und gestärkt. Um wahrhaft zu wollen, muss man handeln; die Tat beherrscht die Trägheit immer und reißt sie mit sich fort. … Wissen, wagen, wollen und schweigen sind die vier → kabbalistischen Worte, die den vier Buchstaben des Tetragramms (JHWH) entsprechen.“ (Eliphas → Levi, 1966, 162) Wenn…

Magische Symbole und Objekte

In allen spirituellen Richtungen und Glaubenssystemen werden Symbole und Objekte dazu benutzt, mit geistigen Kräften, Gottheiten, Ahnen, → Geistern und → Dämonen in Verbindung zu treten, sie zu beschwören oder gegen sie zu wirken. Die Symbole und Objekte wirken nur in einem rituellen Zusammenhang, der sich auf den Kontext des → Bewusstseinsfelds bzw. des Glaubenssystems…

Mahamudra

Mahamudra (Sk. „das große Siegel“) Meditationstechnik der Kagyüpa-Richtung des → tibetischen Buddhismus und soll in die Leere (→ Shunyata) oder das → Nichtsein führen und dadurch in die Freiheit vom Kreislauf der Geburten. Gleichzeitig lehrt Mahamudra auch die Einheit aller Erfahrungen. Die Mahamudra-Lehre wurde von dem Yogi und Übersetzer Marpa (1012-1097) an seinen Schüler Milarepa…

Maharishi Mahesh Yogi

Maharishi Mahesh Yogi (Mahesh Prasad Warma) Schüler von Guru Dev (Shankaracharya von Jyotir Math). Er gründete 1958 die Spirituelle Erneuerungsbewegung, deren Ziel es ist, „die direkte Erfahrung des reinen Bewusstseins jedem Menschen in der Welt durch die einfache, natürliche und mühelose Technik der Transzendentalen Meditation“ (TM) nahe zu bringen. Seither wurden in aller Welt Meditationszentren…

Mahayana

Mahayana (Sk. „der weite Weg“) Bildete das Bodhisattva-Ideal aus, bei dem nur die Befreiung aller Wesen die endgültige Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten ermöglicht (→ Reinkarnation). Es entwickelte sich die Idee, dass jeder Mensch die Buddhaschaft in sich trägt. „Als die Idee der Bodhisattvaschaft immer mehr an Bedeutung gewann, war die strenge monastische Abgeschlossenheit…

Mala

Mala (Sk. „Rose“, „Kranz“) Auch japamala genannt. Gebetskette mit 108 Rudraksha- oder Tulasiperlen (Baumsamen), die gewöhnlich beim japa, dem Wiederholen von Gebetsformeln oder → Mantras, benutzt wird. Die Kettenglieder können aus vielerlei Materialien bestehen: natürlichen Samen, geschnitzten Perlen aus Holz, Schneckenschalen, Knochen. Der Gebrauch von Malas ist bis zur Steinzeit (Grabfund von Mehrgat) zurückzuverfolgen (ca.…

Malamati

Viele freie Derwische wurden außer von hinduist. Strömungen auch vom Malamatitum beeinflusst, einer mystischen Sekte, die vom 9. bis zum 11. Jh. im iranischen Nishapur entstand. Das Heil der Malamatis (türk. melami) lag damals in der Bereitschaft, die Geringschätzung und Demütigung durch die Mitmenschen, denen der mystische Weg suspekt ist, zu ertragen. Diese Haltung wandelte…

Mandala

Mandala (Sk. „Kreis“, „Bogen“) Im → tibetischen Buddhismus symbolische Darstellung kosmischer Kräfte in zwei- oder dreidimensionaler Form, meistens auf Tangkas dargestellt. Mandalas sind Meditationshilfen und Vorlagen für bestimmte Visualisierungen. Sie werden als eine durch die → Meditation bewirkte Gesamtschau zahlreicher unterschiedlicher Elemente verstanden. Augenscheinliches Chaos und unübersichtliche Komplexität werden zu einem Muster und einer natürlichen…

Mani, Manichäismus

Eine weitere bedeutende Linie der gnostischen Überlieferung (→ Gnosis) ist die Religion des persischen Weisen Mani (ca. 216-276). Schon in seiner Jugend hatte Mani Offenbarungserlebnisse. Reisen in den Osten brachten ihn in Kontakt mit dem → Buddhismus. Mani sah die Beschränkungen dieser Religionen, die nur in einzelnen Sprachen und für einzelne Völker Verbindlichkeit besaßen, und…

Mantra

Mantra (Sk. „heilige Silbe“) „Am Anfang war der Wind. Durch sein Wirbeln bildete er die Urformen und den Urgrund der Welt. Dieser Wind tönte, und also war es der Ton, der die Stoffe formte. Durch das Tönen der ersten Urformen, des Urgrunds, entstanden weitere Formen, die ihrerseits kraft ihres Tönens neue Gestalten hervorbrachten. Der Ton…

Mantrischer Gesang

Die ursprüngliche Bedeutung des lat. Wortes cantare ist nicht „singen“, sondern „beschwören“, „zaubern“. Die spanische Vokabel encantamiento mit der Bedeutung „Entzücken“, „Verzauberung“ weist genauso wie das engl. Wort enchantment auf die Macht des Gesanges hin, mit der das Bewusstsein erweitert werden kann, um in Kontakt zu den Schwingungsfeldern anderer Welten zu treten (→ Bewusstseinszustände). In…

Märchen und Mythen

Märchen und Mythen sind durch alle Zeiten der sprachkundigen Menschheit hindurch Informationsträger des Wissens um Zusammenhänge ordnender Strukturen von Lebensbezügen. Mythen bilden seit ihrem Entstehen den Schlüssel zu den geistigen Entwicklungsmöglichkeiten des menschlichen Lebens, sie sind Geschichten auf der ewigen Suche nach Wahrheit, nach den Sinnzusammenhängen. „Mythen sind Geschichten unserer ewigen Suche nach Wahrheit, nach…

Maria

„Die Väter der christl. Kirche setzten der Verehrung Marias erheblichen Widerstand entgegen, denn sie waren sich darüber im klaren, dass Maria aus einer Mischung verschiedener althergebrachter → Göttinnen bestand; zu diesen Göttinnen gehörte Mariamne, die semitische Gottesmutter und Himmelskönigen, Aphrodite-Mari, die syrische Version von Ishtar, Juno, die gesegnete Jungfrau, Isis als Stella Maris … und…

Maya

Maya (Sk. „Täuschung“, „Illusion“) Universales Prinzip der → Vedanta-Philosophie, die Basis von Denken und Materie. Maya ist die Kraft (→ Shakti) → Brahmans und so ewig untrennbar mit Brahman verbunden. Maya und Brahman zusammen werden Ishvara genannt, die Vorstellung eines persönlichen Gottes, der das Universum schafft, erhält und wieder auflöst. Als Nichterkenntnis, kosmische Illusion oder…

Meditation, Transzendentale

Die Transzendentale Meditation (TM) wurde vor ca. 40 Jahren von dem indischen Physiker und Philosophen Maharishi Mahesh Yogi im Westen eingeführt und erlangte dank ihrer vielfältigen positiven Wirkungen schnell weltweite Anerkennung. Diese Methode lässt sich – so heißt es zumindest – wertneutral und unabhängig von Religion, Glaubensvorstellung und politischer Weltanschauung anwenden. TM ist eine leicht…

Medizin, neue

Im Mittelpunkt der Schulmedizin steht bis heute der physische Körper, der als eine Art „Uhrwerk“ oder als komplexes Zusammenspiel von biologischen, biochemischen und neurophysiologischen Prozessen angesehen wird. Der Einfluss von psychischem Geschehen wird als Psychosomatik bezeichnet, aber noch wenig verstanden. Die neue Medizin versucht demgegenüber, gestützt auf die Erkenntnisse der modernen Physik und weitergehend auch…

Megalithbauten

Vorgeschichtliche Anlangen aus großen Steinen, deren Ursprung im Mittelmeerraum zu suchen ist. Sie waren in der jüngeren Phase der Jungsteinzeit über weite Teile Europas verbreitet: In Frankreich gibt es über 4 000 solcher Megalithbauten. Viele Megalithgräber (Großsteingräber, Hünengräber), die meistens für Bestattungen benutzt wurden, lassen sich in Norddeutschland finden. Sie bestehen aus mehreren Decksteinen, häufig…

Meister des Augenblicks

Sie arbeiten spontan und kreativ, doch das ist nur möglich, weil sie eine → Vision haben und eine Verbindung mit dem größeren Raum und der größeren Zeit. Deshalb können sie im gegebenen Augenblick in einer Zeitsequenz der normalen Zeit richtige Dinge tun, die von anderen für völlig unsinnig gehalten werden, weil diese nicht sehen können,…

Meister, Meisterin

Dieser Begriff entstand im westeurop. Kontext durch die Ausbildung in den → Bauhütten und ist heute noch bei vielen Handwerksberufen gültig, wenn auch in abgeschwächter Form. Der Lehrling oder Auszubildende lernt vom Meister, der dieselbe Ausbildung durchlaufen und seine Fähigkeiten bewiesen hat. Die zweite Stufe ist der Geselle, der die Lehre beendet hat, aber noch…

Meister, unsichtbare

Die Gründerin der Theosophischen Gesellschaft, Helena → Blavatsky (1831-1891),und andere Denker des 19. Jh. infizierten die zeitgenössische spirituelle Bewegung mit der Behauptung, die Menschheit werde durch eine geistige Hierarchie geführt, die unsere Geschicke leitet (→ Theosophie). Diese Idee übernahmen sie wahrscheinlich aus den Schriften des → Dionysios Areopagita und den indischen Vorstellungen über die Verkörperung…

Mimir

Der Riese Mimir heißt auch „der Weise“ oder „der Erinnerer“. Mimir war ehemals ein Gott der Asen (→ Asgard), dem von den Wanengöttern, da sie sich von den Asen beleidigt fühlten, der Kopf abgeschlagen wurde. Mit Zauberkräutern und Zaubersprüchen erhielt Odin den Kopf Mimirs am Leben. Einst kam Odin an Mimirs Quelle und verlangte aus…

Morphogenetische Felder

Der Biologe Rupert Sheldrake (geb. 1942) prägte den Begriff der „morphogenetischen Felder“, um Erscheinungen, die scheinbar ohne Zusammenhang sind, aufeinander beziehen zu können (→ Synchronizität). Gemäß der Sheldrakeschen Theorie gibt es neben den Feldern, die der Wissenschaft schon bekannt sind – wie das Gravitationsfeld und das elektromagnetische Feld – in der Natur morphogenetische Felder. Das…

Mother Meera

Mother Meera (geb. 1960 in Südindien) Weltweit bekannte → Avatarin der Göttlichen Mutter. Bereits als Kind hatte sie das Gefühl, eine Verkörperung der göttlichen Mutter zu sein (→ Shakti), obwohl ihre Eltern nicht besonders religiös waren. Sie sagt, dass sie bereits als Kind im Zustand des → Samadhi gewesen sei. Als Jugendliche lebte sie mit…

Musik, spirituelle

Ähnliches wie für die spirituelle bildende → Kunst oder → Architektur gilt für Entwicklungen in der Musik des Mittelalters und der Neuzeit. Gregorianische Choräle, die polyrhythmischen Gesänge in der russischen, griech.-orthodoxen Kirche oder bestimmte Kompositionen von Johann Sebastian Bach wie „Das musikalische Opfer“ sind zweifellos „objektive Kunst“, die noch heute die Menschen tief berühren und…

Mutter, Die

Mutter, Die (Pseud.) = Mira Alfassa oder Mira Richard (1878-1973) Leitete seit 1926 den Ashram Sri → Aurobindos in Pondicherry und wurde seine Nachfolgerin und Vertreterin seiner Lehre. Sie gründete in der Nähe von Pondicherry das spirituelle Dorf Mirapuri, in dem die Menschen nach ihren Lehren und denen Sri Aurobindos zusammenleben.

Mysterien

Mysterien (griech. „Geheimnisse“) Im frühen 2. Jahrtausend v.u.Z. wurden in Griechenland die Mysterien von Eleusis begründet und schlugen von da an die alljährlich am Ritual teilnehmenden Initianden in Bann. Absolutes Schweigen über die Ereignisse dort war Pflicht, sodass die Einzelheiten des Rituals erst während der Profanierungswelle ca. 415 v.u.Z. bekannt wurden. Dennoch wusste man lange…

Mystik

Das Wort „Mystik“ (abgeleitet vom griech. Wort myzein, „die Augen schließen“) hat seine Wurzeln in den Mysterienkulten der alten → Griechen. Ein Mystiker war jemand, der jenseits des Schleiers der Erscheinungen die ewige Welt des Geistes erfahren hatte. In diesem Sinne ist jeder, der das Wissen um das „göttliche Leben“, d.h. eine andere Realität, erfahren…

Mystische Erfahrung

Was ist eine „mystische“ Erfahrung? Allgemein ist zu sagen, dass bei dieser Erfahrung die Trennung zwischen dem → Selbst und dem Nichtselbst aufgehoben wird. Die mystische Erfahrung verlässt die Verhaftung an eine „persönliche“ Identität und geht in einen Zustand über, der mehr oder weniger nichtdualistisch erlebt wird. Es wird eine Einheit und eine gegenseitige Vernetzung…