S

Sigma

Sigma (griech.), Schin (hebr.), Shin (arab.) Zahlenwert 300. Kabbalistisch gesehen (→ Kabbala) enthält der Name Schin den Laut des Geistfeuers SCH (dargestellt durch drei Flammenspitzen) in Verbindung mit der Wurzel in, die das Innere meint. Das Wort sin wie in Sinai bedeutet einfach „Wüste“; im lat. sine (d.i. „ohne“) wird noch die Vorstellung des Mangels…

Sadhu

Sadhu (Sk.) Ein Mensch, der Gott verwirklichen will und der der Welt entsagt hat, meistens ein Wandermönch.

Salzmann, Jeanne de

Salzmann, Jeanne de (1889-1990) Kam 1919 als Tänzerin und Schülerin von Émile Jaques-Dalcroze (der die „Rhythmik“ entwickelte) in Tiflis mit → Gurdjieff in Kontakt. Sie war wesentlich an der Ausarbeitung und späteren Lehre seiner Tänze beteiligt. Durch sie flossen einige Elemente der Rhythmik in Gurdjieffs Choreografien ein. Später war sie Gurdjieffs „rechte Hand“ bei der…

Samkhya

Samkhya (Sk.) Lehre bzw. → Darshana („Weltanschauung“) der indischen Philosophie. „In einem Sinne ist alles Materie. In den Veden bedeutet das Wort tanu Körper und auch alles, was mit Verkörperung zu tun hat. Das Wort atman bedeutet den Geist und alles, was mit seiner Energie oder Leben verbunden ist. Diese Worte lassen sich austauschen und…

Samsara

Samsara (Sk. „Wanderung“) Bezeichnet in der → buddhist. Vorstellung den Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt, dem jeder Mensch unterworfen ist. Gegensatz zu → Nirwana, in das der Mensch eingeht, wenn er aus diesem Kreislauf durch seine Befreiung von der Verhaftung erlöst worden ist. Die wesenhafte Einheit von Samsara und Nirwana fußt auf der Ansicht,…

Sangoma

Bedeutet in der Kultur der schwarzen Bevölkerung Südafrikas „Heiler“ oder „Doktor“. Zu den Sangomas gehen die Ureinwohner im südlichen Afrika noch heute, wenn sie krank sind oder bedeutende Probleme lösen müssen. Die Sangomas spielen für die sozialen Gemeinschaften der schwarzen Bevölkerung und deren Zusammenhalt eine unverzichtbare Rolle. Es sind die Ahnen, zu denen und durch…

Sannyasin

Sannyasin (Sk.) Mensch, der der Welt entsagt hat und in völliger Besitzlosigkeit lebt. Er strebt nur nach Verwirklichung der Befreiung (moksha). Die Besitzlosigkeit ist nicht nur materiell, sondern auch geistig, d.h. er strebt auch danach, alle Anhaftungen und damit den Dualismus zu überwinden. → Osho interpretierte den Begriff nur auf geistige Weise.

Satan

Satan (hebr., griech., lat.) Von Satanel. In der → Gnosis ist der Kosmos selbst an sich schlecht und nicht das Werk des Lichtgottes, sondern wird regiert von einer gegnerischen Gottheit, die als → Demiurg oder Schöpfer bezeichnet wird: Satanel, der ursprünglich einen bevorzugten Platz einnahm, aber durch Ausübung seines freien → Willens hochmütig wurde und…

Satchidananda, Swami

Satchidananda, Swami (C.K. Ramaswamy) Einer der bekannten Yoga-Meister. Seine Lehrer waren u.a. → Ramana Maharshi und Sri → Aurobindo. Als Eingeweihter in den hl. Orden der → Sannyas (→ Sannyasin) bekam er den Namen → Swami Satchidananda. Er wurde berühmt, als er während des Woodstock-Festivals 1969 mit den Teilnehmern meditierte. Heute gibt es 400 Yoga-Institute…

Satori

Satori (japan. „Öffnung“, „Erleuchtung“) Erleuchtungserfahrung im → Zen-Buddhismus, die Erreichung eines neuen Blickpunktes (wu im Chines.). Ohne Satori gibt es kein Zen, denn das Leben des Zen beginnt mit der Erfahrung des Satori. Satori enthüllt eine neue Welt. Satori löst die Identifizierung mit dem Verstand, den Gefühlen und dem Körper und öffnet so den Weg…

Satsang

Satsang (Sk. sat, „Wahrheit“, sang, „Zusammenkommen“) In Europa verbreitet ist heute die Satsang-Bewegung, die sich auf den Advaita-Vedanta (→ Vedanta) beruft. Ein großer Teil der in Europa tätigen Satsang-Lehrer sind Schüler von Sri Poonja, der seinerseits als Schüler von → Ramana Maharshi gilt (von diesem ist allerdings bekannt, dass er nie irgendeinen Schüler persönlich „eingeweiht“…

Sattva

Einer der drei Gunas (→ Trinität). Sattva repräsentiert Harmonie, Ausgewogenheit und Klarheit. Es wird auch mit dem Prinzip (oder „Gott“) Brahma in Verbindung gebracht.

Schamanismus

„Wir sehen nicht nur das Wissen, das vor unseren Füßen liegt, sondern erkennen auch die in Raum und Zeit weit entfernt liegenden Ursachen“ (Terencio, peruanischer Schamane, in: Nana Nauwald 2002, 163). Schamanismus und Schamanen waren jahrhundertelang „Phänomene der Wilden“, die zuerst von christl. Missionaren und später von Naturforschern und Ethnologen beobachtet wurden. Beobachtung – auch…

Schamanismus, Ausbildung

Der Beruf des Schamanen bedingt die Verankerung in einer im Weltbild des Schamanismus lebenden Gemeinschaft. Somit ist eine Ausbildung zum Schamanen auch nur möglich innerhalb einer schamanischen Kultur. Traditionell ist diese Lehrzeit ein langwieriger Prozess. Vom Schüler wird große Selbstdisziplin verlangt, Ausdauer und Konzentration, um den Körper und die Psyche auf große Belastbarkeit hin zu…

Schamanismus, Nepal

Die Wurzeln des Schamanismus reichen in Nepal weit zurück – man schätzt mindestens 60 000 Jahre. Alle der etwa 36 in Nepal lebenden Ethnien kennen und praktizieren den Schamanismus, darunter viele Frauen. Manche hinduist. Symbole (→ Hinduismus), → Mantras und Götter wurden in die schamanischen Rituale integriert. Nur wer heilen und in → Trance fallen…

Schamanismus, Nordamerika

Das Weltbild der indigenen Völker Nordamerikas gründet sich bis heute in seinem Kern auf die ganzheitliche Weltsicht der Verbundenheit aller Lebewesen miteinander, der Verwandtschaft von Mensch und Tier, der Beseeltheit der Natur, der Vorstellung von einem „großen Schöpfergeist“. Um 13 000 v.u.Z. kamen die Menschen der first nation (so nennen sich die amerikanischen Ureinwohner heute)…

Schamanismus, Reisen

Der Schamanismus aller Ethnien beinhaltet die zentrale Vorstellung einer Ordnung des Kosmos in drei Welten, die miteinander durch die Achse des → Weltenbaums verbunden sind. Oberwelt, Mittelwelt und Unterwelt sind Bereiche mit unterschiedlichen Seinsqualitäten, die von den Schamanen willentlich bereist werden, um Wissen und Erkenntnis zu erlangen zum Wohle des Einzelnen und somit auch zum…

Schule, spirituelle

Im Bereich des → Klosters wurde der lat. Begriff schola für „Muße“, „Ruhe“, „wissenschaftliche Beschäftigung“ während der freien Zeit geprägt. Das Wort hat auch die Bedeutung „Unterricht“ oder „Unterrichtsstätte“. Eine spirituelle Schule lehrt demgemäß spirituelle Philosophie, → Kunst und spirituelle Praxis. Manchmal wird Schule auch für eine besondere Richtung innerhalb einer Lehre gebraucht. Selbst wenn…

Seele

Seele ist nach Meinung vieler spiritueller Philosophen und Theologen etwas anderes als „Psyche“ im psychologischen oder neurologischen Sinne, die ja der Theorie zeitgenössischer Gehirnforscher zufolge ausschließlich gehirnfunktional bedingt ist (→ Bewusstsein). Traditionelle spirituelle Darstellungen gehen davon aus, dass wir bei der Geburt eine Seele mitbringen, die von Anfang an über eine individuelle, substanzielle Qualität verfügt.…

Seelenreise, Seelenrückführung

Aufgrund unserer körperlichen Existenz in einem dreidimensionalen Raum und einer fließenden Zeit ist es schwierig, dieses Konzept auch nur annähernd zu verstehen. Unsere normalen Wahrnehmungs- und Erkenntnisraster sind dafür nicht geeignet, unsere Begrifflichkeit von Zeit und Raum ist nicht auf die Vorstellung eines Bewusstseinsfeldes zu übertragen. Die Übernahme von Seelenbegriffen aus anderen Kulturen ist problematisch,…

Sefiroth

Sefiroth (hebr.) Der Begriff Sefiroth hat in der → Kabbala eine vielfältige Bedeutung, die wichtig für das Verständnis seines Gebrauchs sind. Deshalb sollen hier einzelne Bedeutungsgruppen des Wortes Sefiroth (Plural) oder Sefirah (Singular) dargestellt werden: 1. Ableitung vom Wortstamm S-PH-R (Saphar), das „Schrift“ und „Schreiben“ bedeutet; 2. die Bedeutung „zählen“, davon abgeleitet s’phar, „Zählung“, mispar,…

Selbst

Die theoretischen Unterscheidungen des Selbst der verschiedenen Lehren sind oft unklar und undifferenziert. Für den Psychologen C.G. Jung ist „Selbst“ ein empirischer Begriff für den Gesamtumfang aller psychischen Phänomene beim Menschen. Es drückt die Einheit und Ganzheit der Gesamtpersönlichkeit aus. In diesem Modell umfasst der Begriff Erfahrbares und Unerfahrbares, Bewusstes und Unbewusstes. Im → Hinduismus…

Sexualität und Spiritualität

Viele Wege wird eine strenge Einhaltung von Disziplinen, Übungen, Opfer und Askese (z.B. Fasten, sexuelle Abstinenz) gefordert bzw. als notwendige Voraussetzung für eine spirituelle Entwicklung erachtet. Bei einigen Wegen, z.B. auch im normalerweise lebensbejahenden → Schamanismus, dienen Rückzug und Askese für eine bestimmte Zeit als notwendige Voraussetzung für die Konzentration auf den Weg und die…

Shah, Idries Sayyed

Shah, Idries Sayyed (1924-1996) Herausragender Exponent und Vermittler der Sufi-Philosophie (→ Sufismus), international bekannter Gelehrter und Mitbegründer des Club of Rome. Shah stammte aus einem der ältesten Adelsgeschlechte in Afghanistan, das seine Linie direkt auf den Propheten Mohammed zurückführt (deshalb der Titel Sayyed oder Said). Shah studierte an der Universität in Oxford und in östlichen…

Shakti

Shakti (Sk. „Kraft“, „Macht“, „Energie“) Auch die Gefährtin → Shivas, die „göttliche Mutter“, die in ganz Indien unter verschiedenen Namen wie → Kali, Durga u.a. verehrt wird. Sie ist die Personifizierung der Urkraft → Brahmans, vergleichbar mit der Erdmutter der europ. Glaubenssysteme (→ Göttin). Als Urkraft ist sie auch der dynamische Aspekt Gottes, durch den…

Shunyata

In einigen Lehren gibt es das Konzept von einer „Welt jenseits des → Bewusstseins und → Geistes“. Vielleicht ist der Begriff „Welt“ dafür ungeeignet, denn eigentlich geht es dabei eher um einen Zustand des Nichts. Am bekanntesten dafür ist der indische Begriff shunyata, ein Zustand des → Nichtseins. Von unserem Seinszustand aus betrachtet erscheint dieser…

Siddhi

Siddhi (Sk. „vollkommene Fähigkeit“) Parapsychische Fähigkeit. Durch besondere → tantrische oder yogische Übungen kann diese Fähigkeit erworben werden, meistens stellen sich Siddhis im Laufe des Yoga-Weges ein. Dazu gehören u.a. → Hellsehen, Materialisierungen, → Levitation, Unsichtbarmachen oder Eintreten in andere Körper. Die meisten großen Meister warnen davor, Siddhis um ihrer selbst anzustreben, da diese Kräfte…

Sikhismus

Wurde im 15. Jh. von Guru Nanak begründet; zum Sikhismus gehört auch die Sant-Mat-Mystik. Zu dieser Zeit gab es einen großen Konflikt zwischen Muslimen und Hindus. Guru Nanak entwickelte ein auf gesundem Mensch- und Alltagsverstand beruhendes philosophisches und religiöses Lehrgebäude, in dem Allah und Brahma gleichermaßen angebetet werden können. In der Sikh-Religion gibt es keine…

Sivananda, Saraswati Swami

Sivananda, Saraswati Swami (1887-1967) Indischer Yogi, der heute als → Heiliger verehrt wird. Er lebte zeit seines Lebens in seinem → Ashram in Sivanandagar bei Madras. Erst seine Schüler machten seine Lehren des → Yoga und → Vedanta weltweit bekannt. Sein Motto: „Diene, liebe, gib, reinige Dich, meditiere und verwirkliche.” Auf dieser Lehre gründet die…

Sogyal Rinpoche

Sogyal Rinpoche (geb. 1948) Lehrt seit über 30 Jahren den → tibet. Buddhismus auf Grundlage der Nyingma-Tradition in Europa, Amerika, Australien und Asien. Er hält Vorträge vor Tausenden von Menschen und wird häufig zu internationalen Konferenzen eingeladen. Bekannt wurde er durch das Werk „Das tibetische Buch vom Leben und Sterben“, das, in 29 Sprachen übersetzt,…

Songlines

Die australischen Ureinwohner sagen, dass ihre Ahnen singend das Land erschaffen haben. Sie wanderten auf songlines und schufen mit jedem Lied eine Naturerscheinung. Felsen, Tiere, Pflanzen, Flüsse – alles hat seither ein Lied und klingt (→ Mantra). Jeder Eukalyptusbaum, jedes Wasserloch hat seine Tonfolge. Ganz Australien kann daher als eine Partitur gelesen werden. Der Zusammenfluss…

Sonnenkult

Aus der Bronzezeit Nordeuropas sind vielfältige Darstellungen (Felszeichnungen, Objekte) bekannt, die von einer besonderen Stellung der Sonne im Leben der Nordvölker zeugen: z.B. der Sonnenwagen von Trundholm (Dänemark), die Sonnenscheibe von Aurich, die Felszeichnungen von Bohuslan (Schweden). Sie waren meist aus Gold, der → Farbe der Sonne. Die lang anhaltende Winterdunkelheit im Norden brachte die…

Sophia

Uridee und Weisheit der Schöpfung. Helena in der griech. Mythologie war wahrscheinlich ursprünglich eine Vegetations- und Baumgöttin. Später wurde sie zu einer Heldin umgedeutet und zur schönsten Frau, Tochter des Zeus. Simon Magus (15 v.u.Z. – 53 n.u.Z.), der einflussreiche → Gnostiker, führte Helena-Sophia in das gnostische Weltbild ein. Sie ist die Göttin Helena im…

Spiritismus

Umfasst die Gesamtheit der Erscheinungen, Handlungen und Lehren, die sich aus dem Kontakt zwischen Lebenden („Verkörperten“) und Wesen anderer Dimensionen („Unverkörperten“) ergeben. Das Phänomen ist natürlich nicht neu. Die Heiligen und Büßer verschiedener Religionen hatten himmlische → Visionen, glaubten, → Geister zu sehen und mit Geistern und den Seelen der Verstorbenen verkehren zu können. Die…

Spiritualität

Wissenschaft, Philosophie und Religion versuchen, die Wirklichkeit und den Sinn des Lebens auf unterschiedliche Weise zu erforschen und zu erklären. Das Wesen der Spiritualität kann jedoch nur durch eigene Erfahrung erfasst werden. Die geistige Welt ist ungreifbar, sie liegt jenseits des Bewusstseins. Das Geistige kann sich jedoch im Leben manifestieren und diesem eine Qualität geben,…

Spirituelle Bilder

Jedes Glaubenssystem arbeitet mit spirituellen Bildern bzw. Vorstellungsbildern von der geistigen Welt. Während in polytheistischen → Religionen die ursprünglichen Naturkräfte zu Gottheiten personifiziert wurden, zu Götterbildern (→ Avatar), griffen die monotheistischen Religionen auf eine abstraktere Gottesvorstellung zurück. Doch auch in diesen Glaubensbildern wird Gott, Allah oder Jahwe in der Vorstellung der Gläubigen als übermächtige Person…

Spirituelle Suche

Suche entsteht häufig aus dem inneren Verlangen eines Menschen heraus, die Schleier vor seinen Augen wegzuziehen, um zu sehen, was sich hinter der sichtbaren Welt verbirgt. Viele Menschen, die sich auf spirituelle Lehren oder Seminare einlassen, sind zu Beginn ihrer Reise selten ausreichend bewusst und „entwickelt“, um die gesamten Konsequenzen ihres Tuns zu überblicken. In…

Spiritueller Weg

Auf die Frage: „Was ist der Weg?“, antwortete der Meister: „Was für ein schöner Berg.“ Der Fragesteller war nicht zufrieden: „Ich befrage Euch nicht über den Berg, sondern über den Weg.“ Der Meister sagte: „Solange du nicht über den Berg hinausgelangst, erreichst du den Weg nicht.“ (→ Koan) Das Leben ist wie ein Berg. Es…

Sprache, spirituelle Begriffe

Besondere Fachbegriffe sind manchmal ein Hinderungsgrund, bestimmte Texte zu lesen, manchmal gibt die Übersetzung nicht das wieder, was in der Originalsprache nicht nur inhaltlich, sondern auch durch Form und Klang der Sprache ausgedrückt wird. Es gibt darüber hinaus noch eine höhere Ebene der Sprache, die als Metasprache bezeichnet werden kann. Sprache ist ein Code zum…

Steiner, Rudolf

Steiner, Rudolf (1861-1925) Begründer der → Anthroposophie und Autor vieler Bücher über → Geisteswissenschaften. Als Philosoph beschäftigte er sich intensiv mit den Ideen von Johann Wolfgang von Goethe, an dessen Erkenntnistheorie seine eigene philosophische Weltsicht anknüpfte. Von 1890 bis 1897 war er in Weimar im Goethe- und Schiller-Archiv als Herausgeber von Goethes naturwissenschaftlichen Schriften tätig.…

Stonehenge

Sakrale Steinkreisanlage (ca. 2000-1500 v.u.Z.) in Salisbury/England. Die → Megalithanlage besteht aus zwei Steinkreisen mit aufragenden, säulenartigen Vierkantblöcken; auf je zweien liegt ein waagrechter Stein (Trilith). Fünf Trilithen sind hufeisenförmig angeordnet und umgeben einen „Altarstein“ sowie eine kleine hufeisenförmige Steinsetzung. Um diesen Kreis (→ Weltzentrum) ist ein zweiter Trilithenkreis aus 30 Steinen von 4,1 Medter…

Subud

Die verschiedenen Formen des → Sufismus wurden immer wieder der Kultur der Wirkungsländer angepasst, so auch im islamisch geprägten Indonesien. Dort bildete sich die Subud-Lehre (abgekürzt von Susila Buddhi Dharma) heraus, deren Begründer Muhammad „Bapak“ Subuh (1901-1987) war. Subud ist heute in 80 Ländern verbreitet, und auch in der Bundesrepublik gibt es Subud-Gruppen. Die wesentliche…

Sufismus

„Der Liebe Reich ist anders als alle Religionen. Den Liebenden ist Gott ihr Reich und Religion“ (Dschelaluddin → Rumi). Historisch gesehen ist der Sufismus die mystische Strömung des Islam. Islam bedeutet Hingabe und Unterwerfung unter den Willen Gottes, Allahs, des Einen. Alle großen Sufi-Meister führen letztlich ihre Eingebung und Wandlungsfähigkeit auf den unsichtbaren Meister Kidhr,…

Sufismus, Sufi-Orden

Der türkische Sufi-Meister Hassan Shushud unterscheidet in seinem Buch „The Masters of Wisdom of Central Asia“ zwischen zwei Strömen im Sufismus: zum einen den nördlichen Sufis, die hauptsächlich in der Türkei, Usbekistan, Turkmenistan, Aserbeidschan, Afghanistan und dem Iran wirkten. Ihre bekannten Vertreter sind unter anderem die Schulen, die von den → Hodschagan (Meistern der Weisheit)…

Sufismus, Sufi-Orden in Nordafrika

Die verbreitetste Sufi-Strömung in Marokko stellen die Ischawi dar. Ihr Gründer ist Sidi Ibn ’Isa, der Ende des 15. Jh. wirkte. Ibn ’Isas Lehrer war Scheich Dschazuli, dessen Lehre auf den Gründerscheich Schazili (13. Jh.) zurückgeht. Der Schazili-Orden ist in Nordafrika und im Sudan weit verbreitet und berichtet in den Legenden um den Vollkommenen Meister…

Suzuki, Daisetz T.

Suzuki, Daisetz T. (1870-1966) Einer der bedeutendsten Vermittler des → Zen-Buddhismus in der westlichen Welt. Seine Zen-Ausbildung begann bereits mit 21 Jahren als Laie (also nicht als Mönch). Zwischen 1897 und 1909 war Suzuki in den USA, später unterrichtete er an der Kaiserlichen Universität von Tokio und in Kyoto buddhist. Philosophie. Seit den 1930er-Jahren hielt…

Swami

Swami (Sk. „Herr“) Anrede in einem indischen Mönchsnamen oder Ehrentitel hinter dem Namen eines spirituellen Lehrers oder Heiligen.

Swami Rama

Swami Rama (1925-1996) Begründer und Leiter des Internationalen Himalaya-Instituts (dt. Niederlassung in Ahrensburg bei Hamburg) ist der Psychologe Wolfgang Bischof. Er war Schüler einiger der bedeutendsten indischen Meister wie Neem Karoli Baba, → Ramana Maharshi, Sri → Aurobindo und anderer. Er studierte Psychologie und Philosophie an den Universitäten von Hamburg, Utrecht und Oxford. Als er…

Synchronizität

Phänomen der „Gleichzeitigkeit“. Kartenlegen (→ Tarot), Stäbchenwerfen (→ I Ging), der Flug von Vögeln, Linien im Sand und vieles andere mehr (→ Orakel) bringt eine einmalige Situation ins Blickfeld des Fragenden. Die Möglichkeit, eine „richtige“ oder angemessene Antwort zu erhalten, besteht aufgrund des Phänomens der Gleichzeitigkeit. Gleichzeitigkeit ist vergleichbar mit zwei Stimmgabeln, deren Schwingungen sich…