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Tai-Chi

Tai-Chi (chines.) Ähnliches wie für das → Hatha-Yoga gilt auch für die chines. Bewegungsmethoden Chi-kung und Tai-Chi (moderne Schreibweisen: → Qigong und Dai Qi). Tai-Chi-Chuan entstand wahrscheinlich im 14. Jh. aus einer Methode der Selbstverteidigung und wurde zur Bewegungsmeditation umgewandelt. Außer dem meditativen Tai-Chi gibt es immer noch Tai-Chi-Selbstverteidigungstechniken. Die bekannteste Tai-Chi-Chuan-Übung ist eine Einzelübung,…

Tantra

Tantra (Sk. „gewebte Fäden auf einem Webstuhl“) Als spiritueller Begriff taucht Tantra im 3. Jh. auf und wird für hinduist., jainistische und buddhist. Texte gebraucht (→ tibetischer Buddhismus). Den Gelehrten ist bisher noch nicht klar, ob das Tantra im Buddhismus oder Hinduismus entstand, doch weist die Ablehnung des Kastensystems und die Verehrung des Weiblichen auf…

Tantra, in Europa

Heutzutage werden in Europa vielfach Tantra-Seminare angeboten, die allerdings völlig auf unsere Kultur und Bedürfnisse abgestimmt sind; das traditionell hinduist. Tantra gibt es natürlich nach wie vor in Indien, ist jedoch nicht leicht zugänglich. Die aktivsten Tantristen sind bei uns meist frühere Schüler des verstorbenen → Osho. Am bekanntesten ist Margo Naslednikov, eine Therapeutin, die…

Tantra, rituelle Praxis

Bei einem tantrischen Ritual ist die rituelle Projektion (nyasa) von Vorstellungen der Göttinnen und Götter (devata) auf verschiedene Körperteile von besonderer Wichtigkeit, denn so wird der Übende vom Göttlichen und seinen Manifestationen durchdrungen und verbindet sich mit dem göttlichen Selbst. Die Ausübung von nyasa soll das Nervenzentrum reizen und die Shaktis des Körpers richtig verteilen.…

Tanz als spirituelle Methode

Inzwischen weiß man, dass schon die Frühmenschen Musik und Tänze kannten. Der Tübinger Professor für Ur- und Frühgeschichte Hansjürgen Müller-Beck schreibt dazu: „Wahrscheinlich klopften ein paar von ihnen den Takt mit Ästen oder Knochen, dafür sprechen rhythmische Kerbungen, die wir auf Knochen gefunden haben“ (PM-Magazin 08/2004.) Es wurde in der Geißenklösterle-Höhle, Achtal, Schwäbische Alb sogar…

Tao-Yoga

Der Taoismus nutzt viele Übungselemente, die auch beim Yoga (→ Hatha-Yoga) und → Tantra vorkommen, viele davon sind Hunderte Jahre früher entstanden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Umwandlung von inneren Energien, um zur menschlichen Vollendung zu gelangen, eine Technik, die sich in der europ. Esoterik wieder findet (→ Energie). „Um aber die wahre Natur…

Tarot

.Das Tarot (auch Tarock genannt) ist ein Satz von 78 Karten. Die 22 Karten einer Bilderreihe werden Große Arkana („große Geheimnisse“) genannt. Die weiteren 56 Karten der so genannten Kleinen Arkana wurden später zu den heute üblichen Spielkarten (für Poker, Bridge usw.). Wir wissen nicht, wer die Spielkarten erfand oder in Italien einführte. Als Gutenberg…

Templerorden

Templerorden (gegr. 1118, aufgelöst 1313) Zeitgleich mit den Albigensern (→ Gnosis) und den Troubadouren (→ Katharer) verbreitete sich der Templerorden. Seine Begründer sollen Ritter während der Kreuzzüge gewesen sein, die ihr Wissen auf Geheimnisse aus dem Tempel Salomons zurückführten. Als man sie verbot und verfolgte, wurde die Anklage erhoben, sie beteten einen Kopf an, „Baphomet“…

Teufel

Teufel (althdt. tiufal) Das Wort steckt auch im lat. diabolus; Gott heißt deus und hat dieselbe Wurzel. Die heutige Vorstellung vom Teufel wurde durch die christl. Kirche geprägt und stellt das Böse in Person dar. Wahrscheinlich geht das Bild des Teufels auf → Beelzebub zurück, einen alten phönizischen Naturgott, es hat aber auch große Ähnlichkeit…

Theosophie

„Das göttliche Leben ist der Geist in allem Bestehenden, vom Atom angefangen bis zum Erzengel → Engel; das Staubkörnchen könnte nicht vorhanden sein, wäre Gott nicht in ihm, und der erhabenste Seraph ist nichts als nur ein Funken des göttlichen Feuers, welches Gott ist. Und so bilden wir eine Bruderschaft, die wir an dem einen…

Theravada

Theravada (Pali) Der südasiatische → Buddhismus stützt sich auf den buddhist. Pali-Kanon, wie er von Missionaren nach Sri Lanka (Ceylon), Kambodscha, Thailand und Burma gebracht wurde. Sie pflegen eine mönchische Lebensweise gemäß dem Achtfachen Pfad und legen das Gewicht auf die → Meditation. Eine der inspirierenden Erfahrungen des Praktizierenden ist das Nichtvorhandensein des Selbst, das…

Theresia von Ávila

Theresia von Ávila (1515-1582) Der spanischen Heiligen wurde einst in einer allegorischen Vision die Seele als eine kristallene Burg mit „sieben Wohnungen“ offenbart, deren Schönheit, Weite und Würde sie mit nichts anderem aus der geschaffenen Welt zu vergleichen wusste. Die Ringmauer der Burg ist gleichsam der Körper, ihr Inneres birgt reiche Schätze, und in ihrer…

Thich Nhat Hanh

Thich Nhat Hanh (geb. 1926) Vietnamesischer buddhist. Mönch und Lehrer. Während des Vietnamkrieges (1964-1975) engagierte er sich für die Opfer des Krieges, trat als Wortführer gegen die Verletzung der Menschenrechte in aller Welt auf und verurteilte das atomare Wettrüsten. Thich Nhat Hanh zählt zu den profiliertesten Vertretern der buddhist. Friedensbewegung. Seinen Wohnsitz hat er im…

Tibetischer Buddhismus, auch Tibet-Tantra

„Wenn jemand im eigenen Geist sich besinnt auf den ursprünglichen Zustand seines Geistes, lösen sich alle trügerischen Gedanken von selbst auf in das Reich der letzten Wirklichkeit. Niemand ist mehr zu finden, der Leiden verursacht, und niemand, der leidet“ (Milarepa 1985). Durch den heutigen Dalai Lama, das geistige Oberhaupt der tibet. Buddhisten, ist dieser Weg…

Tibetischer Buddhismus, Schulen

Im tibet. Buddhismus gibt es außer den vier bekannten Hauptrichtungen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden sind, noch eine Fülle von kleineren Schulen bis hin zu Familientraditionen. Daraus entstand eine große Vielfalt der Praxis. Die älteste unter den vier größten Schulen ist die Nyingma-Tradition, die Überlieferung der Alten – eine Sammelbezeichnung für all jene Übertragungslinien, die…

Tod und Wiedergeburt

Die Erfahrung des Todes und der Wiedergeburt ist ein Motiv, das in vielen Kulturen und Religionen zu finden ist. Insbesondere im → Schamanismus werden solche Erfahrungen weithin als Voraussetzung für die schamanische Meisterschaft gewertet. Sie treten meistens spontan auf und werden als deutliches und tatsächlich erlebtes körperliches Geschehen in der Trance erfahren. Der Schamane erlebt…

Trance

Veränderter Bewusstseinszustand. Die Trance kann durch eine Anzahl von Techniken hervorgerufen werden, die das Bewusstsein von der äußeren Welt der Sinne in die innere Welt versetzt. Im Erleben ist die Welt der Geister außerhalb – es handelt sich um parallele Welten: die der gewöhnlichen und die der „anderen“ Wirklichkeit. Schlaflosigkeit, Entzug der Sinnesreize, Fasten, Atemübungen…

Trance im → Schamanismus

Der Schamane ist ein Spezialist für die Induktion einer Trance. Dabei erfolgt die Veränderung der Bewusstseinslage meistens innerhalb eines Rituals, das aus Körperhaltung oder Tanz und rhythmischer Anregung besteht. Außer Rasseln verschiedenster Art werden meist Trommeln dafür eingesetzt. Für viele Schamanen sind auch → Mantras und Gesänge die Transportmittel in andere → Bewusstseinszustände. Geübte Schamanen…

Transpersonale Psychologie

Die transpersonale Psychologie hat das Ziel, die Verwirklichung des höchsten Zustandes des Menschen zu fördern. Dazu dient die Übung in Verbindung mit einem „Pfad“, einem → spirituellen Weg, der zum Zweck der Selbstverwirklichung beschritten wird. Die transpersonale Psychotherapie kümmert sich um die psychologischen Prozesse, die mit der Verwirklichung von Zuständen wie → Erleuchtung, mystischer Einheit…

Transzendenz

Transzendenz (lat. transcedere, „hinübersteigen jenseits, außerhalb des Bewusstseins“) In der → christlichen Mystik wird von zwei Arten der Erfahrung gesprochen: Der transzendenten und der immanenten Erfahrung. Transzendenz bedeutet in diesem Zusammenhang: Gott als Einheit jenseits aller möglichen Erscheinungen und Bezeichnungen und gleichzeitig als das Erscheinende beinhaltend zu erfahren: der Begriff Gottes als „der unaussprechliche Name“.…

Traumzeit

Die australischen Ureinwohner werden Aborigines genannt, was ein europ. Kunstbegriff ist wie das Wort „Indianer“. Die Ureinwohner selbst bezeichnen sich natürlich mit ihren Stammesnamen wie Yaralde oder Kakadu-Leute usw. Die spirituelle Überlieferung der Aborigines ist sehr komplex und für uns schwer zu verstehen. Die australischen Ureinwohner denken vielmehr in Metaphern, Geschichten, Landschaften usw. und weniger…

Trikaya

Lehre im → Buddhismus, die die drei Körper des Buddha bezeichnet: Dharmakaya, das wahre Wesen Buddhas (→ Seele), Sambhogakaya, den Körper des Entzückens (→ Energiekörper) oder die verkörperte Wahrheit und Nirmanakaya, den Körper der Verwandlung, den irdischen Körper, in dem die Buddhas (oder → Boddhisattvas) alle Wesen zur Erlösung führen. Im → Zen sind es…

Trinität, Triade

In vielen Religionen und spirituellen Lehren existiert die Vorstellung von einer → Kosmogonie, die ihre Ursache in der Einheit oder einem Absoluten → Nichtsein hat. Nachdem aus der Einheit die Schöpfung ausgeströmt ist, manifestiert sich die Gottheit oder die schöpferische Kraft als ursprüngliche Trinität, die im christl. Glauben als Vater, Sohn und Hl. Geist dargestellt…

Tulku

Tulku (tibet. „Körper der Verwandlung“) Ein Mensch, der nach bestimmten Prüfungen als → Reinkarnation einer verstorbenen Persönlichkeit angesehen wird. Siehe auch: → tibetischer Buddhismus.Watch Full Movie Online Streaming Online and Download