Geisteswissenschaft

Der dt. Philosoph Wilhelm Dilthey (1833-1911) erstrebte als Erster eine erkenntnistheoretische Begründung der Geisteswissenschaften, deren Methodik er gegen die Naturwissenschaften abzugrenzen trachtete. In den Geisteswissenschaften geht es darum, Lebensäußerungen durch Nacherleben von innen her zu verstehen. So ergibt sich bei Dilthey der Begriff einer Lebensphilosophie, die im Gegensatz zur Metaphysik steht.
Bei Rudolf → Steiner wird der Begriff synonym mit dem des Okkultismus und der Geistesforschung im spirituellen Sinne gebraucht. Im Gegensatz zu Dilthey strebte Steiner eine Geistforschung als Erkenntnis durch Öffnung der bewussten → Wahrnehmung an. Heute wird der Begriff Geisteswissenschaften für alle nichtnaturwissenschaftlichen Fächer wie Philosophie, Psychologie, Theologie usw. gebraucht.

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