Halluzination

Alle Sinne können Halluzinationen hervorbringen. In der Psychologie werden Halluzinationen als Sinnestäuschungen bezeichnet. Es gibt Auditionen (Veränderungen des Hörens), optische, sensorische, olfaktorische und gustatorische Halluzinationen. Allerdings neigen einige fortschrittlichere Wissenschaftler inzwischen dazu, außergewöhnliche → Bewusstseinszustände und Halluzinationen nicht mehr nur als pathologisch einzustufen. Manchmal werden Halluzinationen auch als „Einbildungen“ bezeichnet. Auch → Visionen, die Menschen in veränderten Bewusstseinszuständen, z.B. während einer → Trance oder einer → psychedelischen Erfahrung, haben, werden als Halluzination eingestuft.
Sind nun Bewusstseinszustände, die durch die Wirkung bewusstseinserweiternder Techniken oder durch psychedelische Substanzen und Pflanzen hervorgerufen werden, tatsächlich „Halluzinationen“, also Einbildungen? Der Bewusstseinsforscher Dr. Rick Strassman schreibt dazu:

„Halluzinogen ist der geläufigste Begriff, der in der Medizin für psychedelische Substanzen verwendet wird. Mit ihm werden die Wirkungen dieser Drogen auf die Wahrnehmung und dabei vor allem auf die visuelle Wahrnehmung hervorgehoben. Während es durchaus üblich ist, dass psychedelische Drogen zu Wahrnehmungsveränderungen führen, sind dies jedoch nicht die einzigen Wirkungen und auch nicht unbedingt von größtem Wert … Ich ziehe den Begriff psychedelische (bewusstseinsoffenbarende) Substanz dem Begriff halluzinogen vor. Psychedelische Substanzen zeigen uns, was in unserem Bewusstsein enthalten ist und sich dort offenbart; sie legen versteckte, verdrängte, vergessene, aus dem Blickfeld geratene Gedanken und Gefühle frei, die völlig unerwartet hervorkommen können …“ (Rick Strassmann 2004, 55)

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