Mudra

Eine Meditationshilfe (→ Meditation) sind die Mudras. Darunter versteht man symbolische Handgesten als körperlichen Ausdruck einer bestimmten Energie. Die Mudra bringt den Meditierenden mit der entsprechenden Kraft oder Energie der gewünschten Eigenschaft in Kontakt. Am bekanntesten ist die Mudra Namaskara (oder Namaste). Dabei werden die Flächen beider Hände aneinander gepresst und vor der Brustmitte gehalten. In Indien ist dies auch ein Zeichen des Grußes: „Ich grüße den Gott in dir.“ Diese Mudra wird auch als Gebetshaltung genutzt. In der → Qigong-Praxis weiß man, dass das Aneinanderpressen der Hände bestimmte Meridiane aktiviert.
Es gibt sehr viele Mudras auf Abbildungen, Tangkas (→ tibetischer Buddhismus, Tibet-Tantra) oder Skulpturen von Buddhas. Im Hinduismus gelten Mudras als „Zeichensprache“ der Götter. Beim südindischen Tanz werden die Mudras in Bewegungen abgewechselt.

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